As Time Goes By - Dekanatsreferent Thomas Münch in den Ruhestand verabschiedet

Ende Mai wechselte der langjährige Referent des Katholischen Dekanats Reutlingen-Zwiefalten in den Ruhestand. Vergangene Woche wurde er mit einer gebührenden Feier verabschiedet.

Gut gelaunt in den Ruhestand
Das Quartett Schellack mit Christoph Schweizer, Peter Lorch, Michael Döller und Thomas Münch (v.li.)

Ganz nach den persönlichen Vorlieben des baldigen Ruheständlers geschah der Rückblick auf die vergangene Zeit nicht nur durch Grußworte. Thomas Münch selbst, als Bass im Männerquartett „Schellack“, gab Erinnerungen an seine Zeit im Dekanat zum Besten. Vor 28 Jahren war die Dekanatsgeschäftsstelle noch als sog. Volksbüro geführt – „As Time Goes By“. Inzwischen hoch vernetzt mit allen Kirchengemeinden des Dekanats und darüber hinaus war Münch auch im gesamten Kreis Reutlingen unterwegs und bekannte offen seine Freude am Autofahren als „King of the Road“. 

Es war eine lange berufliche Laufbahn, in der Thomas Münch in Stadt und Kreis Reutlingen seine Spuren hinterlassen hat. Nach der Schulzeit in Laupheim und Bad Wurzach wollte Münch zunächst Religionslehrer werden. Das Studium der Theologie und Pädagogik brachte ihn dann in den kirchlichen Dienst, zunächst als Medienpädagoge in Stuttgart, schließlich ins Dekanat nach Reutlingen. Dekan Hermann Friedl zählt in seiner Abschiedsrede nur einige der vielfältigen Aktivitäten auf, für die sich Thomas Münch im Dekanat engagierte. „Ein Multitalent: Enorme Erfahrung, Organisation und Moderation, Dekanatsreform, ökumenische Zusammenarbeit, Notfallseelsorge und Förderung ehrenamtlichen Engagements“ und würdigt seine herausragenden Leistungen. Münchs großes Anliegen war es, die katholische Kirche im Dekanat in einem offenen Netzwerk mit dem Lebensraum zu verbinden. So gelang es ihm, über viele Jahre hinweg in einer engen Beziehung zu ökumenischen Gremien und Arbeitskreisen (besonders der ACK), Fachdiensten, Bildungseinrichtungen der Kirchen und der Stadt sowie zu kulturellen Gruppen Fäden zu spinnen und eine lebendige Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu gestalten. Als herausragendes Beispiel ist hier die Interkulturelle Woche in Reutlingen zu nennen, bei der Thomas Münch konzeptionell und organisatorisch die kulturelle Breite umsetzen konnte. Aus seiner Medienarbeit stammt die Mitte der 90er Jahre im Reutlinger General-Anzeiger eingeführte Kolumne „Auf ein Wort“, die wöchentlich VertreterInnen der verschiedenen Kirchen zu Wort kommen lässt und eben diese Bandbreite darstellt.

Aus dem Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurde Münch durch die Referenten Clemens Dietz und Wolfgang Müller verabschiedet. Dietz beschrieb Münch als „Gesicht der Dekanatsgeschäftsstelle“, als einen Teamplayer, der „mitwirkt, Wandel zu ermöglichen und Veränderung mit zu gestalten – in der Kirche vor Ort, im Dekanat und in kirchlichen Strukturen, zusammen mit vielen Menschen in unterschiedlichen Rollen“.
Mit einem großen Dank und einem gemeinsamen Lied wünschen alle Anwesenden „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand“.

Der musikalische Dank erfolgt zum Abschluss durch das Quartett Schellack. Thomas Münch kommentiert mit der „Sentimental Journey“, singt dankbar „What a Wonderful World“ und entlässt die Gäste mit einem beschwingten „Aux Champs Elysées“. Die Töne werden im Dekanat sicherlich noch länger nachhallen.