Dekanat und Bildungswerk mit neuer Leitung - Paul Schlegl und Thomas Münch wechseln in den Ruhestand

Im Katholischen Dekanat Reutlingen-Zwiefalten stehen zwei einschneidende Personalwechsel an. Nach vielen Jahren der Leitungstätigkeit wechseln Thomas Münch (Dekanatsgeschäftsstelle) und Paul Schlegl (KEB-Bildungswerk) in den Ruhestand. Ihre Stellen übernehmen Clemens Dietz und Claudia Guggemos.

Claudia Guggemos und Clemens Dietz freuen sich auf ihre neue Aufgabe

Vor zwei Wochen wurde der langjährige Dekanatsreferent Thomas Münch feierlich verabschiedet (siehe eigener Bericht). Zum 1. Juni übernimmt Clemens Dietz (58) die Aufgaben als Dekanatsreferent und Geschäftsführer des katholischen Dekanats Reutlingen-Zwiefalten.

Clemens Dietz lebt seit 1991 in Reutlingen und seit 32 Jahren hauptberuflich im kirchlichen Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der gebürtige Oberhesse aus Bad Nauheim ist verheiratet mit der Cityseelsorgerin Ulrike Neher-Dietz und hat zwei erwachsene Kinder. Dietz hat über seine Ausbildungen als Theologe, Pädagoge, Mediator und Organisationsberater in Mainz, Innsbruck und Tübingen seine Heimat im Schwabenland und in der Diözese gefunden. Seine beruflichen Stationen führten ihn als Bildungsreferent im Institut für Fort- und Weiterbildung in Rottenburg, dann als Pastoralreferent nach Reutlingen (Heilig Geist) – und weiter als Geistlicher Leiter der Kolpingjugend und als Seelsorger und Familienbildungsreferent im Kolpingwerk Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart. Zuletzt war er fast fünf Jahre im Bischöflichen Ordinariat für die Personalführung in den Dekanaten tätig.

Neben der Unterstützung der Amtsführung von Dekan Hermann Friedl liegen seine Aufgaben in der Förderung und Weiterentwicklung der Pastoral in Kirchengemeinden, Organisationen und Einrichtungen, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Gestaltung und Vertretung der kirchlichen Arbeit in der Ökumene, in Stadt und Landkreis und in der Mitwirkung bei gesellschaftspolitischen und (inter-)kulturellen Projekten und Aktionen.

Der neue Dekanatsreferent nimmt auch das Aufgabenfeld der Projektstelle „Kirche am Ort“ wahr. Franz Rude, bislang für diesen pastoralen Entwicklungsprozess zuständig, wechselt in das Bischöfliche Ordinariat nach Rottenburg, wo er künftig für das Personal der Dekanatsgeschäftsstellen zuständig sein wird.

Leit-Worte sind für Dietz das Zeugnis des katholischen Sozialreformers und „Gesellens-Vaters“ Adolph Kolping (1814-1864): „Gott stellt jeden dorthin, wo er gebraucht wird“ und „Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen – und Mut, nun den haben wir –Gott sei Dank- noch“. Danach orientiert er seine Arbeit – frei nach der Devise: „Wo kämen wir hin … wenn alle sagten, wo kämen wir hin – und niemand ginge, um zu schauen (und zu entscheiden), wohin man käme – wenn man ginge!“

Am 1. Juli beginnt Claudia Guggemos (49) ihren Dienst beim KEB-Bildungswerk. Dort wird sie die Leitung von Paul Schlegl übernehmen, der Ende September in den Ruhestand wechselt. Aufgewachsen in Weil im Schönbuch ist sie mit dem Pastoralreferenten Stefan Müller-Guggemos verheiratet und hat drei Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren. Dem Studium von Theologie und Englisch folgte die Ausbildung zur Pastoralreferentin. Anschließend war nahm sie die Geistliche Leitung der Katholischen Studierenden Jugend (KJS) der Diözese wahr, ehe sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionspädagogik, Kerygmatik und kirchliche Erwachsenenbildung an der Uni Tübingen promovierte. Seit 2012 arbeitet sie am Institut für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wo sie als Referentin für Pastoralpsychologie und Ehrenamt für ein breites Themenspektrum zuständig ist. So gehören das Einführungsprogramm für ausländische Priester, Moderationskurse für Ehrenamtliche, Ausbildung von SchulseelsorgerInnen, Trauerbegleitungsausbildung bis zur Ausbildung von Kindergartenbeauftragten zu ihren Aufgaben. In den letzten Jahren hat sich Guggemos zum Personzentriert-Systemischen Coach und zur Personzentriert-Systemischen psychologischen Beraterin weitergebildet.

Die beiden „Neuen“ werden am 3. Juli im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des Dekanatsrats und der Mitgliederversammlung des KEB.-Bildungswerks in ihren Aufgabenbereich eingeführt sowie der Referent "Kirche am Ort", Franz Rude, verabschiedet.