„Echt sein, um Himmels Willen!“ - ZDF überträgt Gottesdienst aus St. Wolfgang in Pfullingen

Der diesjährige Festtag ihres Kirchenpatrons am 31. Oktober bringt für die St. Wolfgangs-Gemeinde in Pfullingen eine besondere Herausforderung mit sich: Der Gottesdienst unter dem Thema „Echt sein, um Himmels Willen!“ am kommenden Sonntag, 5. November, wird live von Zweiten Deutschen Fernsehen übertragen. Damit haben gut 750.000 Haushalte in Deutschland Gelegenheit, eine katholische Eucharistiefeier aus der Geburtsstadt des schwäbischen Heiligen zu erleben.

Am 5. November dürften die Kirchenbänke dicht besetzt sein

Ein Sonntags-Gottesdienst ist immer feierlich gestaltet. Doch wenn das Fernsehen diese Feier einem bundesweiten Publikum zugänglich macht, bedeutet dies eine enorme Herausforderung für die Beteiligten. Man will sich den Zuschauern am Bildschirm von der „besten Seite“ präsentieren, ganz geschweige davon, dass durch die TV-Leute akribische Vorgaben gemacht werden – schließlich muss sich der Gottesdienst in das Zeitkorsett des Programmablaufs einpassen. Genau 45 Minuten, von 9:30 bis 10:15 Uhr, stehen zur Verfügung; die Gottesdienstbesucher werden daher gebeten, am 5. November spätestens um 9 Uhr ihre Plätze in der Pfullinger St. Wolfgangs-Kirche einzunehmen, damit notwendige Regieanweisungen erteilt und ein pünktlicher Sendestart gewährleistet werden können.

Seit Wochen schon sind die Mitwirkenden mit der aufwändigen Vorbereitung und Planung befasst, und so wächst die Spannung und Vorfreude auf den Gottesdienst am Sonntag nach dem Wolfgangs-Fest. Am 31. Oktober ist der Gedenktag des Heiligen, der im Jahr 924 in Pfullingen geboren wurde. Der spätere Bischof von Regensburg war wegen seiner großen Menschenfreundlichkeit und Bescheidenheit außerordentlich beliebt, was sich auch darin zeigt, dass zahlreiche Orte nach ihm benannt wurden.

Das Thema „Echt sein, um Himmels Willen!“ greift den Leitgedanken der Schriftstelle vom Tag auf. Jesus sagt im 23. Kapitel des Matthäus-Evangeliums zu seinen Jüngern: „Sie (die Schriftgelehrten und Pharisäer) reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen!“. Und so geht es bei der Gestaltung nicht darum, dem Publikum ein perfektes Bild abzugeben, sondern Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, einen Gottesdienst nicht besuchen können, das Mitfeiern zu ermöglichen. Die Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit, Ines Spitznagel, drückt es so aus: „Unsere Gemeinschaft als Christen hört nicht hinter unseren Kirchenmauern auf! Sie verbindet uns, egal, an welchem Ort wir feiern, egal, in welcher Situation wir gerade sind, weil es Christus selbst ist, in dem wir miteinander verbunden sind - ob ganz konkret in unserer Kirche am Ort oder eben ‚an vielen Orten‘, an vielen Bildschirmen in unserem Land.“ So wurde bei der Gestaltung der katholischen Eucharistiefeier bewusst darauf geachtet, dass der Gottesdienst in ökumenischer Verbundenheit auch Christen anderer Konfessionen ansprechen soll.

Dekan Hermann Friedl steht der Eucharistiefeier vor und hält auch die Predigt zum Tagesevangelium (Matthäus, Kapitel 23, Verse 1-12). Pastoralreferentin Ines Spitznagel spricht während der Austeilung des Abendmahls die Kommunionmeditation. Musikalisch wird der sonntägliche Gottesdienst gemeinsam von den beiden Kirchenchören St. Wolfgang Pfullingen und Hl. Bruder Konrad Lichtenstein (Leitung: Christina Staneker; Martin Kohler) sowie von einer vierköpfigen Band gestaltet (Tobias Schmidt, Klavier; Christoph Kolz, Saxophon; Christoph Käppler, E-Bass; Melanie Ogden, Schlagzeug). An der Wiedenmann-Orgel spielt Dekanatskirchenmusiker Martin Neu. Die liturgischen Dienste wie Ministranten, Lektoren, Fürbittensprecher, Kommunionhelfer und Mesner nehmen Vertreter beider Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Echaztal wahr.

Im Anschluss an den Gottesdienst können die Zuschauer und Mitfeiernden bis 19 Uhr unter der Nummer 0700-14141010 Mitglieder beider Kirchengemeinden in Pfullingen und Lichtenstein telefonisch erreichen und sich zum Gottesdienst äußern. Weitere Informationen sind aktuell im Internet unter www.zdf.fernsehgottesdienst.de sowie auf der Homepage der Seelsorgeeinheit Echaztal zu finden.