Für ein Miteinander braucht es ein Mittendrin

Andreas Reich ist der neue katholische Cityseelsorger in der Citykirche Reutlingen.

Foto: Privat

Der gebürtige Reutlinger ist in der Heilig-Geist-Gemeinde (jetzt: St. Lukas) groß geworden. Er hat dort ehrenamtlich in der Ministrantenarbeit, in der Firmkatechese und im „Team Junge Kirche“ mitgearbeitet, ebenso bei Gruppenleiterschulungen im BDKJ-Jugendreferat auf Dekanatsebene. Von 2007 bis 2012 hat er sein Diplom-Studium der Katholischen Theologie an der Universität in Tübingen erfolgreich absolviert. Immer wieder hat Reich Praxiserfahrungen in der Gemeindearbeit, in der Schulseelsorge und in der Behindertenpflege gesammelt.

Nach seiner pastoralpraktischen Ausbildung in der Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen arbeitete er drei Jahre als Pastoralreferent in der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes in Nürtingen.
Seit 2016 wurde Andreas Reich als Diözesankurat (Jugendseelsorger) der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) der Diözese Rottenburg-Stuttgart gewählt und wird dieses geistliche Amt für die etwa 4.000 Mitglieder des kirchlichen Jugendverbands diözesanweit auch zukünftig ausüben. Beenden wird er jedoch einen zusätzlichen Unterrichtsauftrag als Religionslehrer am Schelztor-Gymnasium in Esslingen, um dann in Reutlingen tätig zu werden.

Mit umfangreichen Erfahrungen in der Notfallseelsorge, in Traumapädagogik, Trauerbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit im Gepäck freut sich der neue Cityseelsorger auf zahlreiche Begegnungen in der Nikolaikirche, trotz aller Einschränkungen. „Für ein Miteinander braucht es ein Mittendrin“, kennzeichnet er seine Haltung in der Arbeit mit den Ehrenamtlichen und hauptberuflichen Kolleg*innen: konfessionell verbindend, nachhaltig wirksam – und mit lebendigen Impulsen inmitten der Reutlinger Stadtgesellschaft und Kulturlandschaft.

Ab Januar 2021 wird der Pastoralreferent die vom Dekanatsrat des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten neueingerichtete Profilstelle zunächst mit einem 25%-Stellenanteil beginnen, ab September kommen dann weiteres Viertel hinzu. Reich beendet damit eine halbjährige „katholische Vakanz“ in der ökumenischen Kooperation mit der evangelischen Citypfarrerin Cornelia Eberle. Er ist der Nachfolger von Ulrike Neher-Dietz an, die seit Sommer 2020 als Klinikseelsorgerin in den Dienst am Steinenberg-Klinikum in Reutlingen gewechselt ist.

Andreas Reich ist 32 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er lebt in der Nähe von Reutlingen – und freut sich auf seine neuen Aufgaben in Cityseelsorge: am Telefon, via Bildschirm oder gerade „am besten mit Abstand“