Todesangst und Lebenshoffnung

Die Zeit von Gründonnerstag bis Ostermontag beegehen die Christen in aller Welt als Höhepunkt des Kirchenjahrs. In besonders gestalteten Gottesdiensten wird mit vielerlei Zeichen und Symbolen der Einsetzung des Abendmahls, des Leidens und Sterbens Jesu und der Auferstehung Christi gedacht. Die Spannweite zwischen Leiden, Tod und Auferstehung wird sowohl in der musikalischen als auch rituellen Gestaltung intensiv nachvollzogen.

Den Auftakt bildet am Gründonnerstag die Feier des Letzten Abendmahls. Dabei wird Jesu Dienst am Menschen im symbolischen Akt der Fußwaschung bildlich vor Augen geführt. Die Kommunion wird vielfach unter den Gestalten von Brot und Wein gereicht. Am Ende der Liturgie werden die geweihten Hostien aus dem Tabernakel und der Altarschmuck entfernt, die Orgel bleibt bis zur Osternachtfeier stumm. Meist schließt sich eine Phase der Meditation oder stillen Anbetung bzw. eine Ölbergnacht oder „Nacht des Wachens“ an.

>>> Gottesdienste am Gründonnerstag

Im Mittelpunkt der Karfreitagsliturgie steht die Feier des Leidens und Sterben Jesu. In der Dramatik des Passionsgeschehens, in den Großen Fürbitten für die Welt, im Ritus der Kreuzenthüllung, im Zeichen der Kreuzverehrung und schließlich in der Hl. Kommunion als „Frucht des Kreuzes“ wird Jesu Hingabe für die Welt als eine Spur der Liebe Gottes, auch mitten im Leid, gedeutet. Die Karfreitagsliturgie beginnt traditionell um 15 Uhr, entsprechend der Überlieferung die Todesstunde Jesu. Die Gottesdienste werden musikalisch schlicht und doch feierlich gestaltet.
Manche Gemeinden laden zum Jugendkreuzweg ein. Die Begegnung mit Jesus, in seinem Wort wie in seinem Kreuzweg, lädt ein, wie damals auch heute Gott zu erfahren und sich durch diese Beziehung herausfordern zu lassen und neue Wege zu eröffnen - persönliche, in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft.

>>> Gottesdienste am Karfreitag

In der zeichenreichen Osternachtliturgie am Karsamstag soll die Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen erfahrbar gemacht werden, durch das Osterfeuer, an dem die Osterkerze entzündet wird und Licht ins Dunkel der Kirche bringt sowie die Lesungen, die Spuren des befreienden Gottes durch die Geschichte hindurch bezeugen. Der Osternacht schließt sich eine Agapefeier oder Ostermahl mit Brot, Ei und Wein an.

>>> Gottesdienste am Karsamstag 

Musikalisch festlich gestaltet sind die feierlichen Gottesdienste am Ostersonntag. Vielfach klingt der Feiertag am frühen Abend mit einer feierlichen Ostervesper aus.

>>> Gottesdienste am Ostersonntag 

Im Zentrum steht der Gottesdienste am Ostermontag steht die Geschichte der beiden Jünger, die auf dem Weg nach Emmaus dem auferstandenen Christus begegneten. Die emotionale Spanne zwischen Verzweiflung, Unglauben, Entscheidung und schließlich die Auferstehungserfahrung steht beispielhaft für die Erfahrung vieler Menschen. In mehreren Gemeinden beginnt der Ostermorgen mit einem Emmausgang in der Frühe. Ansonsten klingen die Feiertage meist Gemeinden mit Eucharistiefeiern am Vormittag aus.

>>> Gottesdienste am Ostermontag