Gedenken und Fürbitte für an Corona-Verstorbene

Am Sonntag, den 18. April 2021 gedenken Christinnen und Christen vieler Kirchen und Konfessionen in einem ökumenischen Gottesdienst in Berlin der Menschen, die am Corona-Virus verstorben sind.

Wir bitten unsere Gemeinden und alle Christinnen und Christen, dieses Gedenken in den Gottesdiensten, in Fürbitten und in ihren persönlichen Gebeten aufzunehmen. 

Fast 3 Millionen weltweit, fast 80.000 in Deutschland und fast 9000 sind es in Baden-Württemberg. Wir trauern um die Verstorbenen und befehlen sie in Gottes Hand.

Unsere Fürbitte gilt den Angehörigen und allen, die um sie trauern.

Wir danken allen Menschen, die in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in den vergangenen 13 Monaten um Leben und Gesundheit der Erkrankten gerungen haben, oft über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus; möge Gott ihre Arbeit segnen.

Wir beten für alle, die emotional und seelisch unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie leiden und für alle, die Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben;

Gott geht mit uns, auch wenn wir durch ein finsteres Tal ziehen.

„Gottes Liebe bewahrt nicht vor allem Leid
– aber Gottes Liebe ist in allem Leid“

Hans Küng, 1928-2021,
Katholischer Theologe/Kirchenkritiker/Ökumeniker/Gründer Stiftung Weltethos

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Maria von Magdala

Manchmal seh ich dich vor mir
wie dich die Botschaft vom Leben
hüpfend und tanzend wegtrug vom Grab
und ich frag mich, wer wohl zuerst
in deinen noch tränennassen Augen
verwunderten Jubel las und in der Spur deiner
abgewischten Trauer die helle Freude.

Dann stell ich mir vor, ich wär dir begegnet,
mir hättest du dein "Er lebt!" ins ungläubige
Herz gelacht und in schmerztaube Ohren dein
Lebenslied gejubelt.

Und ich spür, wie mein Puls zu hüpfen beginnt,
wie dein unwiderstehlich strahlender Blick
durch Angst und Zweifel hindurch
mich leise mit Hoffnung ansteckt.

Und während ich in deinen Augen noch
nach dem Grund deiner Klarheit suche,
sehe ich plötzlich den,
dessen lebenserweckender Blick
in dir selbst neues Leben entfacht hat.

Von: Susanne Ruschmann, aus: Maria von Magdala: Jüngerin, Apostolin, Glaubensvorbild;
Kath. Bibelwerk Stuttgart 2003.