Das Volk, das im Dunkel lebt ...

... sieht ein helles Licht .
Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf…

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn:

Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.

(Nach dem Propheten Jesaja im Alten Testament, Kapitel 9, Verse 1 und 5)

 

Ein bewegtes Jahr neigt sich seinem Ende zu: Advent und Weihnachten zu feiern fällt schwer … im Angesicht von Krankheiten, Krisen, Krieg, Gewalt, Ängsten, Elend und Tod ... manche Dunkelheit macht sich breit, in uns und um uns herum …

Auch in diesem Jahr tun sich wiederum und wiederholt Hader, Wut, Enttäuschung und neue Fragezeichen auf: Wie können wir überhaupt Weihnachten feiern? Wie kann ich mit allen großen und kleinen Krisen bei mir und um mich, um uns herum, umgehen? Was bleibt eigentlich an Hoffnung und Zuversicht? Die große Welt und meine kleinen Welten erscheinen manchmal absurd und sinnlos …
Ein Licht? Gott? Wo ist denn davon etwas zu sehen und zu spüren?

Eigentlich verrückt. Und was noch verrückter ist: Man hat diese Prophetenworte des Jesaja gerade in schweren Zeiten einander zu-gesagt, hat sie ergänzt und weitergegeben. Sie sind und bleiben das Zeugnis einer Hoffnung und einer göttlichen Verheißung, die sich einfach nicht klein kriegen lässt, die sich durchhält bis heute – trotz allem!

Im adventlichen und weihnachtlichen Licht setzen wir auf die Botschaft der Bibel und hoffen auf das Licht, das unerwartet in unsere Finsternis dringt.

In der Geburt des Jesuskindes hat GOTT selber in die ver-rückte Geschichte der Menschen eingegriffen, hat Leben und Gerechtigkeit geschenkt, verheißt uns LEBEN in Fülle – lässt uns ein Licht leuchten, trotz aller Dunkelheit:
Nicht nur alle Jahre wieder, sondern immer wieder und immer wieder neu!

In diesem Sinn wünschen wir, dass die weihnachtliche Licht-Botschaft auch bei Ihnen Wirklichkeit wird und Ihr Herz erfülle mit Helligkeit und Wärme: Dass sie uns neu entflammt und brennen lässt - und somit unser Vertrauen ins Leben stärkt!

Clemens Dietz,
Dekanatsreferent/Geschäftsführer des Kath. Dekanats Reutlingen-Zwiefalten