Katholische Kirche im Kreis

Mit der Gründung des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten am 1.1.2007 wurde ein Vorgabe der Diözese umgesetzt. Demnach sollten mehrere Dekanate, die sich in einem Landkreis befinden, zu einem Dekanat zusammengeschlossen werden. Ziel der Diözesanleitung: Dekanat und Landkreis sollen deckungsgleich sein. Damit wurde das seit der Kreisgebietsreform 1973 bestehende Konzept der Diözese konsequent weiterverfolgt, kirchliche Strukturen möglichst den staatlichen anzugleichen und so den Lebensräumen der Menschen zu entsprechen.

Mit den Dekanaten Reutlingen und Zwiefalten wurden zwei unterschiedliche Partner zusammengefasst: Das Dekanat Reutlingen, in einer evangelisch geprägten Umwelt vor allem städtische Kirchengemeinden umfassend, und das etwa zur Hälfte katholisch geprägte Dekanat Zwiefalten mit seinen Dorfpfarreien. Mit der Verbindung Stadt – Land und evangelische – katholische Gegend hat das Dekanat Reutlingen-Zwiefalten ähnliche Herausforderungen wie der Landkreis Reutlingen zu bewältigen. Doch habe mit der mutigen und wegweisenden Entscheidung das neugegründete einheitliche Dekanat der katholischen Kirche im Kreis zu mehr Gewicht verholfen, was auch für die Kommunen bedeutsam sei, denn Kirche sei ein wichtiger Partner im heute notwendigen gesellschaftlichen Dialog – so Landrat Thomas Reumann anlässlich des 10jährigen Bestehens des Dekanats.

Geschichte des Dekanats Reutlingen
Geschichte des Dekanats Zwiefalten

Kirchengemeinden und Katholiken

Das Dekanat Reutlingen-Zwiefalten umfasste zu Beginn 9 Seelsorgeeinheiten mit 30 Kirchengemeinden sowie 4 muttersprachlichen Gemeinden; nach der Fusion von Hl. Geist und Bruder Klaus zu St. Lukas gehören 29 Kirchengemeinden zum Dekanat.

Mit einer Fläche von 1.033,12 qm ist es das fünftgrößte Dekanat in der Diözese - nach den Dekanaten Ostalb, Schwäbisch Hall, Allgäu-Oberschwaben und Biberach.

Die Seelsorgeeinheit „Zwiefalter Alb“ hat mit 12 (Filial-)Kirchengemeinden die meisten Kirchengemeinden in der Diözese.

Die Katholikenzahl ist seit 2007 von 59.913 um 2% auf 58,685 leicht gesunken. Katholikinnen  sind mit 45,5 Jahren im Durchschnitt drei Jahre älter als katholische Männer (42,5 Jahre); ein Viertel der Gemeindemitglieder ist über 65 Jahre.

Dekane und Stellvertretende Dekane

  • 2007: Robert Widmann Reutlingen St. Wolfgang
             Stv.: Matthias Dangel, Reutlingen Hl. Geist (bis 2010)
  • 2014: Hermann Weiß, Metzingen (komm.)| kein Stellvertreter
  • 2014: Hermann Friedl, Pfullingen
             Stv.: Dietmar Hermann, Reutlingen St. Andreas| Paul Zeller, Zwiefalten

Einrichtungen

Zur Unterstützung und Ergänzung der pastoralen Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort verfügt das Dekanat über eine Reihe von Diensten und Einrichtungen. Zu Beginn waren dies das Bildungswerk und Jugendreferat, die Dekanatskirchenmusik, Psychologische Beratungsstelle und Dekanatsgeschäftsstelle. Caritas und Schuldekanatamt sind als strukturell anders verankerte Einrichtungen dem Dekanat zugeordnet.

Im Laufe der Zeit wurden diese Einrichtungen ergänzt um die Beauftragte für Familienpastoral (seit 2009); das Projekt „Kirche und Schule“ (2012-2015); die Seelsorge für Menschen mit Behinderung (2015), die Projektstelle „Kirche am Ort“ (2015) sowie eine Projektstelle „Regionales Netzwerk Betriebsseelsorge“ (2017).

Die bislang zu einer Kirchengemeinde gehörende Klinik- und Kurseelsorge ist seit 2014 ebenfalls eine Dekanatseinrichtung, während die Psychologische Beratungsstelle 2011 im Zuge einer diözesanen Umstrukturierung dem Bischöflichen Ordinariat zugeordnet wurde.

Zweite Vorsitzende des Dekanatsrats

  • Manfred Gründken Reutlingen | Stv.: Benno Hollerbach, Münsingen
  • Rudolf Bross (komm.), Eglingen
  • Dr. Georg Obieglo, Reutlingen | Stv.: Carmen Knupfer, Eglingen