Veranstaltungsreihe „Blickwechsel“

Auch 2019 wird die Veranstaltungsreihe „Blickwechsel“ fortgesetzt

Auch 2019 setzen das Kunstmuseum Reutlingen und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Reutlingen (ACK) ihre gemeinsame Veranstaltungsreihe „Blickwechsel. Bilder im Dialog zwischen Theologie und Kunstwissenschaft“ fort. Ende Februar beginnt die neue Runde.

Seit 2015 werden die Veranstaltungen als Kooperation von Museum und ACK durchgeführt. Die Reihe war 2015 im Rahmen des Themenjahrs „Bild und Bibel“ ins Leben gerufen worden und hat sich mittlerweile als fester Bestandteil in den Jahresprogrammen der Veranstalter etabliert. Die Abende finden in der Regel im Spendhaus statt, so auch alle Termine in diesem Jahr. An vier Donnerstagabenden – dem traditionellen Termin für das „Bild des Monats im Gespräch“ – treten wieder Kunstwissenschaftler des Kunstmuseums und Reutlinger Theologen in einen Dialog über ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung des Museums. Vor den Originalobjekten erläutern sie ihren spezifischen Zugang zu den jeweiligen Arbeiten und suchen auch das Gespräch mit den Besuchern. Musikalische Beiträge verschiedener Künstler und Ensembles aus der Region umrahmen die Abende, die jeweils mit einer Gelegenheit zum geselligen Austausch zwischen den Besuchern enden.

Die Veranstaltungsreihe ist vor dem Hintergrund einer Entwicklung zu sehen, in der auch die Kirchen verstärkt den Dialog mit zeitgenössischen Kunstäußerungen suchen. Im Unterschied zu früheren Jahrhunderten, in denen die Kirchen Hauptauftraggeber der Künstler waren und zahllose Meisterwerke in allen Sparten für die Kirchen entstanden, gab und gibt es in der Moderne nur wenig Berührungspunkte. In den letzten Jahren wuchs aber die Einsicht, dass in beiden Bereichen im Grunde die gleichen ganz grundsätzlichen Themen angesprochen werden und dass ein Dialog eine Chance für beide Seiten darstellt. Das Kunstmuseum sieht für sich und seine Besucher in der Veranstaltungsreihe zudem die Möglichkeit, Kunstwerke unter neuen Blickwinkeln zu befragen und damit auch neu wahrzunehmen.

Das Spektrum der ausgewählten Kunstwerke reicht 2019 von einer, existenzielle Fragen berührenden Arbeit des Hamburger Malers Gustav Kluge über ein konsumkritisches Werk des Dresdners Jan Brokof bis zu Minimal Art von dem amerikanischen Künstler Fred Sandback. Den Auftakt macht am 28. Februar eine Veranstaltung, bei der unter dem Motto „Schwerelos?“ der Holzschnitt „Kippendes Glas II“ der Stuttgarter Künstlerin Martina Geist im Mittelpunkt steht.

Die Termine für 2019:

Donnerstag, 28. Februar, 18 Uhr
Schwerelos?
Martina Geist, Kippendes Glas II, 2006

Martina Geist, Stuttgart

Astrid Gilch-Messerer, Pfarrerin, Evangelische Kreuzkirchengemeinde Reutlingen

Maren Keß-Hälbig, Volontärin, Kunstmuseum Reutlingen

Duo Shoko Hayashizaki, Michael Hagemann (Klavier)

 

Donnerstag, 25. April, 18 Uhr
Zweite Haut
Gustav Kluge, Zweite Haut I, 2001

Bernhard Bosold, Diplomtheologe, Schuldirektor i.R.

Herbert Eichhorn, Museumsleiter, Kunstmuseum Reutlingen

Jazzensemble der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde (Leitung: Kantorin Michaela Frind)

 

Donnerstag, 26. September, 18 Uhr
drei-eckig. drei-farbig. drei-einig?
Fred Sandback, Dreieck, 1987

Martin Burgenmeister, Pfarrer, Evangelische Kirchengemeinde Reutlingen West – Betzingen

Martina Köser-Rudolph, stellvertretende Museumsleiterin, Kunstmuseum Reutlingen

Ellen Winkel-Lim (Cello)

 

Donnerstag, 28. November, 18 Uhr
Alles (nur) Ware?
Jan Brokof, Gold Ware Geld, 2012

Prof. Dr. Jörg Barthel, Professor für Altes Testament, Theologische Hochschule Reutlingen

Dr. Ralf Gottschlich, stellvertretender Museumsleiter, Kunstmuseum Reutlingen

Uli Gutscher (Posaune)


Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Reihe ist frei.

 

Termine und Flyer