Woche für das Leben

Unter dem Motto »Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!« widmet sich die ökumenische Woche für das Leben 2018 dem Thema »Schwangerschaft und Pränataldiagnostik«. Es soll um eine kritische Auseinandersetzung mit den Methoden vorgeburtlicher Untersuchungen sowie den Möglichkeiten und Grenzen der Pränataldiagnostik gehen.

Müttern und Vätern begegnet zuweilen eine gesellschaftliche Mentalität, die das neugeborene Leben auch nach problematischen Kriterien bemisst. Etwa wenn es heißt, dass ein mit Krankheit oder Behinderung geborenes Kind „heute nicht mehr nötig“ sei. Wird eine solche Haltung durch die diagnostischen Möglichkeiten in der vorgeburtlichen Phase unterstützt? Häufig ist der Umgang damit unreflektiert. Frauen und Paare bringen sie oft in tiefe Konflikte. Die Veranstaltungen in Reutlingen zeigen unterschiedliche Aspekte und Perspektiven vom Zusammenleben mit einem Kind mit Behinderung.

Ausstellungen "Hauptsache gesund!" und "Kinderbilder" in der Citykirche

Über die starke Identifikation mit Betroffenen bietet die Ausstellung die Möglichkeit, einen eigenen Standpunkt zum Thema pränatale Diagnostik zu entwickeln. Sie bringt Ausschnitte aus ganz konkreten Lebensgeschichten ins Bewusstsein. Welche Chancen und welche Risiken birgt die pränatale Diagnostik? Kann oder gar muss ich mich gegen alles absichern oder habe ich als Schwangere auch das Recht auf Nichtwissen, um nicht in schwierige, fast übermenschliche Entscheidungssituationen gebracht zu werden?

Theater - Die Tonne "Aus dem prallen Leben" in der Citykirche

Theater aus ganz besonderem Blickwinkel, direkt und authentisch, voller Spielfreude und Intensität ist schon seit 2005 in den regelmäßigen Produktionen der Theatergruppe mit Menschen mit Behinderung zu erleben, die mit »Schule der Diktatoren« nunmehr ihr zwölftes Stück herausbringt. Seit Januar 2012 werden acht Mitglieder der Gruppe mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in Grundlagen der Schauspielarbeit geschult. Dies geschieht in Kooperation mit der Lebenshilfe Reutlingen, den Bruderhaus-Diakonie Werkstätten Reutlingen, der LWV. Eingliederungshilfe Rappertshofen und der Fakultät für Sonderpädagogik der PH Ludwigsburg.

Film "24 Wochen" im Programmkino KAMINO

Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Die Diagnose trifft sie wie das blinde Schicksal, das sie auf sich nehmen müssen. Gemeinsam wollen sie lernen, damit umzugehen. Doch während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann, die eine Entscheidung über Tod und Leben ist.

Die Woche für das Leben ist eine jährliche Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie wird in der Regel nach Ostern ab Mitte April/Anfang Mai durchgeführt, in diesem Jahr vom 14. bis 21. April.
2018 findet die Aktion zum 28. Mal statt. 

Infos über die bundesweite Aktion

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